Schnelle, sichere Online-Verträge: So funktioniert es

Ein Vertrag kann zwischen zwei Parteien sehr schnell vollzogen werden. Dafür bedarf es einfach gesagt nur der Willenserklärung beider Seiten. Was früher mit einigen Dokumenten verbunden war, wird heute mit wenigen Klicks online abgewickelt. Warum diese Verträge sicher sind und worauf man achten sollte, zeigt der Artikel in einem kleinen Überblick.

Vertragsabschluss in vier einfachen Schritten

Die Regeln im Online-Handel entsprechen denen im offline Modus. Bei Online-Shops oder virtuellen Angeboten kann die Präsentation jedoch schon als verbindliches Angebot wahrgenommen werden. Es ist aber erst ein unverbindliches Angebot. Denn es ist durchaus möglich, dass ein Produkt aktuell nicht lieferbar ist. Deshalb sind die Angebote eines Online-Shops erst einmal wie Ausstellungsstücke in einem Schaufenster in einem echten Laden zu bewerten. Erst wenn das Produkt mit seiner Beschreibung und dem Button zur Bestellung angeklickt wird, startet das verbindliche Angebot.

Angebot annehmen

Mit dem Klick auf den Bestellbutton gibt der Kunde ein Angebot auf das dargestellte Produkt ab. Der Händler kann dieses Angebot des Kunden annehmen, wenn das Produkt oder die Dienstleistung verfügbar ist. Der Händler kann das Angebot aber auch ablehnen. Das kommt dann vor, wenn das Produkt zum Beispiel ausverkauft ist. Dieser Tatsache liegt im deutschen Zivilrecht die Vertragsfreiheit zugrunde. Diese besagt, dass es beiden Parteien frei steht, ein Angebot anzunehmen oder es auszuschlagen.

Digitale Identifizierung

Die Verifizierung, ob auch wirklich die berechtigte Person einen Kaufvertrag abschließen will, wird heute meist mit Pins und TANs abgewickelt, die per SMS oder E-Mail versandt werden. Bei einer digitalen Identifizierung handelt es sich um die eindeutige Zuweisung eines Profils zu einem bestimmten Nutzer oder einer Organisation. Erst wenn die Identifizierung eindeutig ist, wird der Vertrag abgeschlossen.

Kleingedrucktes: Vertragsdokumentation

Egal ob physisch oder in der virtuellen Welt, ein Vertragstext muss vorhanden sein. Jeder Vertrag ist mit Geschäftsbedingungen verbunden. Das zieht sich über alle Branchen. So sollte man sich bei der virtuellen Unterhaltung den 300% Bonus in Casinos genauso detailliert ansehen, wie die Vertragsbedingungen bei einer Versicherung oder dem Kauf von Waren.

In den Geschäftsbedingungen werden Umtauschrecht, Kündigungsrecht und -zeiten und Ähnliches beschrieben. Für Privatpersonen ist es interessant zu wissen, dass es im Online-Handel ein 14-tägiges Rückgaberecht gibt. Diese Regelung räumt der Gesetzgeber den Kunden ein, denn im Internet können die Produkte nicht physisch betrachtet werden. Fehlkäufe treten hier viel häufiger auf. 

Digitale Unterschrift

Im nächsten Schritt folgt die digitale Unterschrift. Je nach Produkt und Wert kann diese Unterschrift von der einfachen Eingabe des Namens bis hin zu einer qualifizierten elektronischen Signatur reichen. Für letzteres werden spezielle Software-Tools eingesetzt. Für den Kauf im Online-Shop reicht die Namenseingabe meist aus.

Es gibt drei verschiedene Arten von digitalen Unterschriften, die mit unterschiedlich starken Sicherheitsmerkmalen versehen sind.

  • EeS (Einfache elektronische Signatur)
    Sie ist die einfachste der drei Optionen. Sie ist für simple Kaufverträge ausreichend. Hier wird die Unterschrift mit spezieller Grafiksoftware gezeichnet.
  • FeS (Fortgeschrittene elektronische Signatur)
    In diesen Bereich fällt beispielsweise die Siegelsignatur, die dem Unterzeichneten wesentlich besser zugeordnet werden kann. 
  • QeS (Qualifizierte elektronische Signatur)
    Sie wird dann fällig, wenn der Gesetzgeber Schriftformerfordernisse geltend macht. Diese Art der Signatur ist die sicherste und hat rechtlich die gleiche Wertigkeit wie eine handschriftliche Unterschrift.

Smart Contract mit sicheren Funktionen der Blockchain

Smart Contracts sind eine besondere Form von online Verträgen, die sich Funktionen der Blockchain zunutze machen. In diesen Bereich fallen Verträge, die eine gewisse Automatisierung beinhalten. Dazu können beispielsweise Käufe mit Ratenzahlungen oder Abo-Verträge zählen, die sich wiederholende Prozesse umfassen.

Diese Verträge basieren auf dem Prinzip “Wenn/Falls … geschieht, dann wird … ausgelöst”. Die Rahmenbedingungen für die Verträge werden auf der Blockchain unwiderruflich hinterlegt und warten darauf, aktiviert zu werden. Wie umfangreich diese Verträge ausfallen, entscheidet der Händler mit seinen Rahmenbedingungen, die erfüllt werden müssen, damit der Vertrag zustande kommt. 

Fazit

Für den einfachen Online-Handel sind Kaufverträge schnell erstellt und abgewickelt. Auf Verkaufsplattformen wie Shopify können Start-ups die vorgefertigten Templates für Kaufabschlüsse nutzen. Damit werden schnell und sicher Waren verkauft. Mit speziellen Signaturen, einer eindeutigen Identifizierung und der Erfüllung der Datenschutzbestimmungen wird ein Vertrag schnell zusammengestellt. Wer es noch schneller haben möchte, nutzt Plattformen, die eine Vielzahl an nützlichen Templates für die unterschiedlichsten Verträge anbieten.