Einen Grillfleischautomaten kaufen: Ist das eine rentable Investition?
Produkte außerhalb der normalen Öffnungszeiten zu verkaufen, kann für Unternehmer eine interessante Möglichkeit sein, zusätzliche Umsätze zu erzielen. Ein Grillfleischautomat ermöglicht es beispielsweise, abgepacktes Fleisch zum Grillen direkt an Kunden zu verkaufen, ohne dass ständig Personal anwesend sein muss. Allerdings ist ein solcher Automat natürlich auch mit Kosten verbunden. Ob sich die Investition lohnt, hängt daher von verschiedenen Faktoren ab.
Verkauf außerhalb der Öffnungszeiten
Ein wichtiger Vorteil eines Verkaufsautomaten besteht darin, dass Kunden nicht an die Öffnungszeiten eines Geschäfts gebunden sind. Eine Metzgerei, ein Hofladen oder ein anderer Anbieter von Fleischprodukten kann auf diese Weise auch abends oder am Wochenende Produkte verkaufen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass der Umsatz von allein kommt. Der Standort des Automaten spielt eine wichtige Rolle. Ein gut erreichbarer Platz, an dem ausreichend potenzielle Kunden vorbeikommen, bietet andere Möglichkeiten als ein Automat, der kaum sichtbar ist. Auch Parkmöglichkeiten und die Bekanntheit des Standorts können einen Einfluss haben.
Welche Kosten kommen hinzu?
Wer einen Grillfleischautomat kaufen möchte, sollte nicht nur auf den Anschaffungspreis achten. Auch Aufstellung, Strom, Bezahlsysteme, Wartung und mögliche Reparaturen verursachen Kosten. Bei gekühlten Produkten müssen außerdem die Anforderungen an Lebensmittelsicherheit und Temperaturkontrolle berücksichtigt werden.
Hinzu kommen die Kosten für die Produkte selbst. Nicht alles, was in den Automaten gelegt wird, wird zwangsläufig vor Ablauf des Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatums verkauft. Mögliche Warenverluste sollten deshalb ebenfalls in die Kalkulation einbezogen werden.
Um einen Eindruck von der Amortisationszeit zu bekommen, können die Gesamtkosten der erwarteten Marge pro verkauftem Produkt gegenübergestellt werden. Anschließend lässt sich berechnen, wie viele Verkäufe erforderlich sind, damit sich die Investition amortisiert.
Das Sortiment macht einen Unterschied
Ein Grillfleischautomat muss regelmäßig aufgefüllt werden. Es bringt daher wenig, ihn mit Produkten zu bestücken, für die kaum Nachfrage besteht. Die Verkäufe sollten gut dokumentiert werden. So lässt sich mit der Zeit erkennen, welche Produkte beliebt sind und welche weniger gut laufen.
Auch die Jahreszeit kann eine Rolle spielen. An warmen Wochenenden und rund um Feiertage kann die Nachfrage nach Grillprodukten anders ausfallen als mitten im Winter. Das Sortiment lässt sich entsprechend anpassen.
Für Unternehmer, die bereits Fleisch verkaufen, kann ein Automat vor allem eine Ergänzung zum bestehenden Verkauf darstellen. In diesem Fall muss kein völlig neues Sortiment aufgebaut werden und bestehende Kunden erhalten eine zusätzliche Einkaufsmöglichkeit.
Die Buchhaltung im Blick behalten
Die Anschaffung eines Verkaufsautomaten muss selbstverständlich auch in der betrieblichen Buchhaltung erfasst werden. Rechnungen für den Automaten, die Installation und weitere betriebliche Ausgaben sollten daher sorgfältig aufbewahrt werden.
Darüber hinaus ist es sinnvoll, die Einnahmen des Automaten separat nachvollziehen zu können. So wird deutlich, welcher Umsatz erzielt wird und welche Kosten diesem gegenüberstehen. Nach einigen Monaten lässt sich dadurch leichter beurteilen, ob die Investition tatsächlich die erwarteten Ergebnisse bringt.
Wie die Anschaffung steuerlich und buchhalterisch genau behandelt werden muss, hängt von der jeweiligen Situation ab. Im Zweifelsfall kann hierzu ein Steuerberater oder Buchhalter hinzugezogen werden.
Auch an Wartung und Befüllung denken
Ein Verkaufsautomat kann zwar Produkte verkaufen, ohne dass ständig ein Mitarbeiter danebenstehen muss, ganz ohne Arbeit funktioniert er jedoch nicht. Der Bestand muss aufgefüllt, der Automat sauber gehalten und mögliche Störungen müssen behoben werden.
Vor dem Kauf sollte deshalb geklärt werden, wie Wartung und Reparaturen geregelt sind und wie schnell Ersatzteile verfügbar sind. Auch der Energieverbrauch sowie die Möglichkeit, Bestand oder Störungen aus der Ferne zu kontrollieren, können bei der Auswahl interessant sein.

